RC180 V2 fertig aufgebaut.

In meinem letzten Betrag habe ich ja bereits den RC180 V2 186mm Carbon Mini FPV Multicopter Frame kurz vorgestellt. Jetzt bin ich auch dazu gekommen, den kleinen Flitzer aufzubauen.

Den Frame habe ich etwas modifiziert, so dass die vordere Top Plate schräg liegt. Der Cam Halter ist 3D gedruckt und ersetzt gleichzeitig die seitlichen Abdeckungen. Ich finde, so wirkt der Frame deutlich eleganter.

Mit 278g ist er jetzt kein Ultraleichtgewicht, aber ich denke, damit wird er schon ordentlich gehen. Der ideale Flitzer für enges Terrain.

Bis jetzt nur im Garten ein wenig gehovert, aber das sieht schon mal gut aus. Vielleicht schaff ich es morgen auf’s Feld, dann sehen wir mal, was der Kleine so kann 🙂

Die Kanten des Frames habe ich übrigens mit einem dieser Lackstifte verziert, die Banggood für kleines Geld im Sortiment hat.

Hier einige Bilder:

Folgenden Komponenten habe ich verwendet:

 

RC180 V2 186mm Carbon Mini FPV Multicopter Frame Kit

Heute möchte ich euch mal einen kleinen China-Frame vorstellen. IMG_20160708_222437Der RC180 V2 186mm Carbon Mini FPV Multicopter Frame ist, wie die Bezeichnung schon sagt ein kleiner H-Frame mit 186mm Motordiagonale und somit für Propeller mit maximal 4 Zoll geeignet. Es können 18er oder 22er Motoren montiert werden, passende Bohrungen sind vorhanden.

IMG_20160708_230113~02Die Bodenplatte mit Armen aus einem Stück besteht aus 3mm Carbon, das einen wirklich ausgezeichneten Eindruck macht und sehr steif ist. Ob es harte Einschläge übersteht wird die Praxis zeigen. Ich bin aber recht zuversichtlich.

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IMG_20160708_222522Der Frame ist als sogenannter Low Rider konzipiert und somit ist die ober Platte zweigeteilt. Im hinteren Teil finden 20mm Spacer Verwendung, vorne 35er, so dass alle gängigen FPV-Kameras Platz finden. Nicht ganz glücklich ist Lösung bei den mittleren Spacern, hier werden der untere und der obere Spacer mit einer Mini-Gewindestange verbunden. Machbar, aber frickelig.

Der Lieferumfang ist beachtlich, neben dem Frame inkl. Alu-Spacern und Schrauben bekommt man ein PDB inkl XT60 und Kabel. Das PDB verfügt über einen 12V und diverse 5V Ausgänge. Außerdem sind einige Nylon-Schrauben und Spacer für PDB und FC dabei. 4 Motor-Guards mit Landefüßen sowie ein Satz Propeller runden das Paket ab.

IMG_20160708_222324Mit PDB und Motor-Guards wiegt der Frame rund 98g. Netto ohne allen Schnickschnack sind es 75g.

 

 

Für rund 30$ bekommt man hier einen echt schicken Frame, der sicherlich auch etwas aushält. Hier findet ihr den Frame bei Banggood.

IMG_20160708_230023 Ich habe den Frame mal gleich etwas modifiziert. Die FPV-Cam-Platte und die Seitenteile werden durch ein 3D-Druckteil ersetzt, das Befestigungspunkte für eine Runcam Swift oder Foxeer HS1177 bietet.

IMG_20160708_230113Außerdem habe ich auf die hinteren Spacer für die vordere Top-Platte verzichtet, so dass diese schräg nach hinten abfällt. Ich musste nur die Löcher etwas nachfeilen, aber so passt es ganz gut. Oben werde ich noch einen Halter für  meine Runcam 2 montieren.

IMG_20160708_230436Für das weitere Setup muss ich dann mal schauen, was der Fundus noch so hergibt. Ob ich mal die Kingkong 2205 2300kv Motoren verbaue, die hier auf ihren ersten Einsatz warten. Ich bin noch unschlüssig 🙂

 

 

Welchen FPV Videosender (VTX) soll ich verwenden?

Eine Frage, die immer wieder gestellt wird, ist, welchen Videosender (kurz: VTX) man denn nun verwenden soll.

Eine Frage, die nicht so leicht zu beantworten ist und die von den Anforderungen abhängt.

Will man beispielsweise bei größeren Rennen mitmachen, dann hat man meist wenig Auswahl. Oft werden vom Veranstalter die Sender vorgeschrieben. In der Regel sind dies immer der ImmersionRC 25mW Raceband VTX oder meist auch der TBS Unify Pro 25mW, da diese legal sind und über die Frequenzen im Raceband verfügen, das bei eigentlich allen Rennen genutzt wird.

irc25Der ImmersionRC 25mW ist sicherlich ein Top Sender mit sauberer Frequenztrennung und sehr guter Sendeleistung, allerdings hat er in meinen Augen auch einige Schwächen. Zum einen ist er verdammt groß und klobig und Platz ist in den kleinen Racern nun einmal Mangelware. Zum anderen verfügt er auch heute noch lediglich über DIP-Schalter zum Einstellen von Band und Frequenz. Dafür ist er mit 30-40€ noch relativ preiswert zu haben.

tbs unify proAuch der TBS Unify Pro gehört leistungsmäßig zu den Top-Sendern, leider scheint es immer wieder Probleme mit dem Antennenanschluss zu geben. Des öfteren wird von losen Antennenanschlüssen berichtet, die leicht abbrechen. Eine neue Version soll hier wohl zukünftig Abhilfe schaffen. Auch läuft der Unify Pro ausschließlich mit einer Spannung von 5V (hier schafft die HV-Version Abhilfe) und ist dabei auch noch recht stromhungrig, so das so manches PDB keine ausreichende Leistung liefern kann. Der Preis liegt bei rund 60€.

Beide Sender sind in Deutschland legal zu betreiben, da sie ausreichend Frequenzen im erlaubten Frequenzbereich anbieten und mit einer maximalen Sendeleistung von 25mW arbeiten. Mehr ist in Deutschland im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern dieser Erde nämlich nicht erlaubt.

Außerhalb des Rennbetriebs werden auch gerne andere Sender benutzt, die nicht selten eine höhere Sendeleistung (meist 200mW, selten auch 600mW) haben und deren Betrieb somit ein Deutschland teilweise illegal ist. Trotzdem seien hier ein paar Beispiele genannte:

et200rEachine ET200R VTX, ein ordentlicher Sender mit 40 Channels inklusive Raceband. Band und Frequenzen lassen sich über einen Button einstellen. Der Sender ist bereits für weniger als 20€ zu haben. Es gibt auch einen Version mit 25mW (Eachine ET25R) und eine mit 600mW (Eachine ET600R). Die Sender können mit 7-24V Eingangsspannung betrieben werden, es ist aber ratsam hier höchstens 12V zu verwenden. Die 5V-Out liefern leider meist nur 4,5V, was für die meisten FPV-Kameras zu wenig ist.

fx795t-2FX795T-2, ebenfalls ein 40 Kanal Sender mit Raceband. Über eine Lötbrücke kann man die Sendeleistung von 25mW auf 200mW umschalten und umgekehrt. Wer geschickt ist kann hier sicher auch einen Mikroschalter oder Pinheader für einen Jumper einlöten. Kanäle und Bänder werden auch hier über einen Button ausgewählt. Der Sender verfügt außerdem über ein eingebautes Mikrofon, die Qualität ist zwar nicht berauschend, aber immerhin. Der 5V-Out-Anschluss liefert hier auch echte 5V und somit funktionieren hier auch die gängigen FPV-Kameras einwandfrei. Für rund 27€ bekommt man einen ausgezeichneten Sender mit vielen Features und sehr guter Leistung. Einer meiner Lieblingssender zur Zeit.

aomwayAuch Aomway bietet mit dem Aomway Mini 5.8Ghz Switchable 25mW 200mW 40CH TX25 einen VTX bei dem sich die Leistung über eine Lötbrücke ändern lässt. Für rund 22€ bekommt man einen soliden VTX mit guter Leistung, Steuerung über einen Button inklusive. Er verfügt allerdings nicht über ein eingebautes Mikrofon.

 

Alle hier vorgestellten Sender lassen sich in Deutschland legal betreiben (bis auf ET200R und ET600R), wenn man die verschiedenen Einstellmöglichkeiten entsprechend nutzt. Es gibt noch einige weitere legal zu betreibende Videosender, die ich hier leider nicht alle ausführlich vorstellen kann. Bis auf den TBS Unify Pro habe ich alle oben aufgeführten bereits verbaut und getestet.

 

LSX233 Frame mit Wechselarmen

Bereits vor einiger Zeit habe ich hier unseren ersten Knallkop(p)ter Team-Frame, den LSX233 vorgestellt. Ein toller X-Frame, der immer noch einer meiner Lieblingsframes ist, da er hervorragende Flugeigenschaften aufweist.

Ein Nachteil bei Monoframes ist allerdings, dass bei einem Bruch des Armes gleich eine komplett neue Grundplatte notwendig ist, schnelle Reparaturen an der Rennstrecke sind faktisch ausgeschlossen.

Ein Grund unseren begnadeten Chefdesigner Steffen nochmal ans Zeichenbrett zu setzen und herausgekommen ist eine Weiterentwicklung unseres ersten Frames, diesmal mit 4mm Wechselarmen. Natürlich ist es wieder ein echter X-Frame mit abgesenkter Heckpartie.

Der Prototyp wurde letzte Woche fertig und wurde gleich mit persönlicher Widmung an unser Geburtstagskind Dörkje weitergereicht. Er befindet sich derzeit im Aufbau und sicher gibt es auch bald bewegte Bilder zu sehen.

Ein herzlicher Dank auch an Mathias Wenzel von MNW-Solution, der uns den Frame in gewohnter Topqualität sehr kurzfristig gefräst hat.

Genug geschwatzt, lassen wir Bilder sprechen 😉 Ich hoffe, euch gefällt der Frame.

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FPV Kamera Einstellungen für Runcam Swift, PZ0420M, SkyPlus und Foxeer HS1177

Gute Einstellungen sind besonders wichtig für die FPV-Kamera, denn nichts ist schlimmer, als beispielsweise bei schnell wechselnden Lichtverhältnissen auf einmal nichts mehr zu sehen.

Die aktuelle gängigen FPV-Kameras arbeiten fast alle mit dem gleichen Chip und auch die OSD-Menüs sind nahezu identisch.

Folgende FPV-Kameras kann man z.B. mit diesen Einstellungen „füttern“:

Runcam Swift 
Runcam PZ0420M 2.4mm Linse
Runcam PZ0420M 2.8mm Linse 
Runcam SkyPlus 
Foxeer HS1177 
Foxeer HS1177M 

Nach etlichen Versuchen habe ich Einstellungen gefunden, mit denen ich sehr zufrieden bin. Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten und habe daher ein kleines Video dazu gemacht:

Die Einstellungen im Überblick:

FPV-Cam Settings

Natürlich hat jeder so seine Vorlieben und findet vielleicht andere Einstellungen besser. Mir gefällt es so und ich finde, die DVR-Aufnahme spricht für sich:

Und hier bei tief stehender Sonne:

 

 

BLHeli_S – ZTW, Emax, DYS, FVT, Racerstar, Aikon bringen neue ESC auf den Markt

BLHeli_S, der wohl kommende Standard für ESC-Firmware nimmt langsam Fahrt auf. (Siehe unser Artikel über BLHeli_S)

Immer mehr Hersteller bringen ESC mit den Busybee-Prozessoren heraus, die mit BLHeli_S kompatibel sind.

Uns sind bisher folgende ESC bekannt:

Nach Aussagen bei RCGroups handelt es sich bei den Racerstar ESC um umgelabelte Sunrise Cicada ESC, die technisch identisch sind. Ob sie der gleichen Qualitätskontrolle wie bei Sunrise unterliegen, ist nicht bekannt.

Die Preise bewegen sich durchaus auf einem vernünftigen Niveau, die Racerstar ESC z.B. sind bei Banggood bereits für rund 10€ zu haben. Zur Qualität konnte ich allerdings bisher keine Infos finden.

Weitere Hersteller werden sicherlich in Kürze folgen…

Betaflight Configurator: Das ist neu!


Lange Zeit mussten wir „Betaflight-Jünger“ mit dem guten alten Cleanflight Configurator vorlieb nehmen. Das funktionierte natürlich auch, aber mit der fortschreitenden Entwicklung von Betaflight driften Cleanflight und Betaflight nun doch langsam weiter auseinander.

Abhilfe schafft hier der neue Betaflight Configurator, der seit dem 20.06. in einer ersten Version 1.2 zur Verfügung steht. Noch fehlen einige Punkte, aber man schon deutlich erkennen, dass hier auf die Belange der User eingegangen wird und das vieles bereits jetzt schlüssiger und praxisnäher ist.

Achtung: Erst ab der Betaflight 2.8.1 Release Version funktioniert das Zusammenspiel einwandfrei, möglichst nicht mit früheren Versionen nutzen.

Dieser Artikel bezieht sich auf den Betaflight Configurator V1.2 und die Betaflight Firmware 2.8.1. Dies kann morgen schon wieder veraltet sein.

Im Folgenden werde ich auf die Änderungen im Vergleich zum Cleanflight Configurator eingehen.

bfc c1

1 Hier hat man jetzt die Möglichkeit das ESC/Motor Protokoll einzustellen. Zur Auswahl stehen PWM, Oneshot125, Oneshot42 oder Multishot

2 Soll die PWM Update Geschwindigkeit unsynchronisiert vom PID-Loop stattfinden ja/nein? Bei ja kann man die Frequenz selbst einstellen (bis zu 32000 Hz = 32kHz). Bei nein läuft die PWM Frequenz synchron mit dem PID-Loop (siehe weiter unten).

3 Erscheint nur, wenn 2 aktiv ist. Hier kann dann die unsynchronisierte PWM Frequenz in Hz eingestellt werden. Maximal 32000 = 32 kHz, hier eingestellt sind 16000 = 16 kHz, Zahlendarstellung leider nicht optimal.

bfc c2

4 Gyro Update Geschwindigkeit, 4kHz sollte auf so ziemlich jedem FC laufen, manche können auch 8kHz, hierzu am besten im Betaflight Wiki nachlesen.

5 PID Loop Frequenz, F3 FC schaffen gut und gerne 4kHz, F1 Boards lieber mit 2 kHz laufen lassen. Nochmals der Hinweis auf das BF Wiki.

6 Features, leider fehlen hier (noch?) die neuen Features AIRMODE und SUPEREXPO_RATES. Werden bestimmt in der nächsten Version ergänzt.

bfc p1

7,8,9 PIDs werden jetzt ohne Kommata eingegeben, so wie man es aus dem CLI kennt.

10 Yaw D fungiert jetzt zur Einstellung der Yaw Jump Prevention, Voreinstellung ist 20. Je niedriger der Wert umso mehr wird dem Yaw Jump entgegengewirkt.

11,13 RC Rate und RC Expo sind vom Receiver Tab auf den PID Tab gewandert (Endlich!)

12 Rate hat eine Besonderheit: Sind die SuperExpo-Rates aktiviert wird hierüber der SuperExpo-Faktor eingestellt. Sind die SuperExpo-Rates deaktiviert, dann werden hierüber „wie früher“ die Rates pro Achse, die zur RC-Rate addiert werden, eingestellt.

14 Die Darstellung der Kurven stimmt offensichtlich bei aktivierten SuperExpo-Rates nicht, sondern stellt nur die klassischen Rates dar. Wird sich hoffentlich noch ändern.

Bei der Einstellung der Rates mit SExpo ist es dringend anzuraten, die Werte mit der Excel-Tabelle „Rate Calculator“ auszutüfteln um in der Luft keine bösen Überraschungen zu erleben.

bfc r1

15 Hier fehlen nun natürlich RC Rate und die Expos, ansonsten ändert sich hier eigentlich nichts.

bfc m1

16 Auf eine Besonderheit beim Feature AIRMODE möchte ich hinweisen: Hat man Airmode z.B. über das CLI als Feature aktiviert, dann steht es hier bei den Modes nicht zur Verfügung sondern ist ständig aktiv. Nur wenn Airmode als Feature nicht aktiviert ist, lässt es sich hier auf einen Schalter legen.

bfc cli1

17 Im CLI erhält man mit dem Befehl Version Informationen zur installierten Firmware.

18 Der Befehl Dump gibt die komplette Konfiguration aus, hier sieht man auch die neuen Features AIRMODE und SUPEREXPO_RATES, die sich derzeit nur über das CLI aktivieren lassen.

Beispiel:
feature AIRMODE #aktiviert
feature -AIRMODE #deaktiviert

feature SUPEREXPO_RATES #aktiviert
feature -SUPEREXPO_RATES #deaktiviert

Und das speichern nach Änderungen im CLI mit save und Enter nicht vergessen 😉

Update 26.06.16:

Inzwischen wurde die Firmware 2.9.0 released und der Betaflight Configurator auf V1.4 upgedated.

Etliche weitere Parameter und Features sind nun über die GUI einzustellen.

Es ist schwerlich möglich diesen Artikel auf einem aktuellen Stand zu halten, bitte beachtet die jeweiligen Release Notes der neuen Versionen. Betaflight hat ein unglaubliches Entwicklungstempo.

 

Betaflight 2.8.1 – Rates im neuen Gewand

Alles neu macht der Juni 🙂 Betaflight 2.8.1 steht nun als Release bereit und mit der neuen Version kommt ein komplettes Redesign der Rate-Einstellungen.

Bisher war es so, dass mit der RC Rate (Receiver Tab im Cleanflight Configurator) die grundsätzliche Drehrate für alle Achsen eingestellt wurde. Obendrauf kam die Rate (PID Tab), die man für jede Achse einzeln einstellen konnte. Wer es um die Stickmitte softer mochte, konnte dies mit den Einstellungen für RC Expo und Yaw Expo entsprechend steuern. Der „alte“ Expo bestand allerdings aus 6 Stufen, der neue SuperExpo hingegen ist eine echte Kurve. SuperExpo stand bereits seit einiger Zeit zur Verfügung und konnte über die Flight Modes aktiviert werden. Der Faktor war nur über das CLI anzupassen.

Mit der Version 2.8.0 kam nun ein komplettes Redesign der Rate und Expo Einstellungen. Jetzt ist SuperExpo (SExpo) ein Feature und per default eingeschaltet. Auch weiterhin gibt es die RC Rate für die grundsätzliche Drehrate. Hinzu kommt nun der der SExpo Fakor, der über die Rate Einstellungen im PID Tab für jede Achse separat eingestellt werden kann. Der klassische RC Expo hat damit praktisch ausgedient und wird nicht mehr oder nur in geringem Maße benötigt.

Mit dem Release hat man uns eine Excel-Tabelle mit einem Rate Calculator an die Hand gegeben, mit der man seine Einstellungen schon im Vorfeld „durchspielen“ kann. Das macht durchaus Sinn, denn einfach irgendwelche Werte auszuprobieren könnte eventuell im Fiasko enden.

Die voreingestellten Werte sind recht moderat und enden mit einer maximalen Drehrate von etwa 830°/Sekunde am Ende des Stickweges. Gut zu sehen ist die Expo-Kurve, die um die Stickmitte ein deutlich weicheres Fliegen ermöglicht. Erst am Stickende wird es dann deutlich steiler und ermöglicht auch schnelle Manöver.

SExpo D

Mir persönlich reichen die Voreinstellungen nicht, daher hab ich meine Rates deutlich nach oben angepasst. Die RC Rate hab ich mal gleich auf 130 angehoben und auch beim SExpo-Faktor hab ich noch etwas draufgelegt, was mir am Ende des Stickweges eine Drehrate von gut 1200°/Sekunde beschert. Wer möchte kann hier bis zu 2000°/Sekunde herauskitzeln, mehr geht nicht. Zusätzliche 10 Punkte RC Expo machen die Kurve in der Mitte noch etwas flacher. Ich bin auch vorher immer schon mit relativ viel Expo geflogen. Deadband soll eigentlich nicht mehr notwendig sein, aber ich habe mal sicherheitshalber ein wenig eingestellt. Mit der Excel-Tabelle lassen sich wunderbar verschiedene Szenarien durchspielen und man bekommt ein Gefühl dafür, welcher Wert welchen Einfluss auf die Kurve und somit das Flugverhalten hat.

SExpo F

Damit bringt Boris B sein Betaflight deutlich näher an die KISS-Firmware heran, die ein vergleichbares Konzept beim „Rate-Design“ verfolgt.

Mir persönlich gefallen die „neuen“ Rates sehr gut und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit bin ich sehr zufrieden damit, wohl auch weil die neuen Einstellungen dank meiner Expo-Vorliebe gar nicht soooo weit von meinen alten Settings weg sind.

Etwas hakelig und verwirrend ist derzeit noch die Einstellung über den Cleanflight Configurator, aber bald wird es einen eigenen Betaflight Configurator geben, daran wird derzeit heftig gearbeitet.

Wem das alles nicht gefällt, der kann auch auf das alte Rate-Modell zurückgehen. Dazu gibt man im CLI einfach folgendes ein:
feature -SUPEREXPO_RATES

Und schon ist alles wie früher 😉

 

FPV Racer für Einsteiger – Einkaufstipps für ein bezahlbares Komplett-Set (2/2)

In Teil 1 haben wir uns ja schon mit allen benötigten Komponenten für einen günstigen aber guten FPV-Racer beschäftigt. Hier geht es nun weiter mit dem Rest der Ausstattung.

toasterZunächst benötigt ihr noch eine FPV-Brille. Da die guten Fatshark Brillen gerne ein paar Hundert Euro kosten, sollte man für den Einstieg vielleicht zu einer günstigeren Variante greifen. Die gerne als Gesichtstoaster verschrienen etwas klobig wirkenden FPV-Kasten-Brillen arbeiten mit einem einzelnen Monitor und Fresnel Linsen um das Bild auf die Pupillen zu bringen.  Sie bieten dafür allerdings auch ein „riesiges“ Bild und je nach Qualität der Linsen eine sehr gute Schärfe. Ein Modell mit eingebautem 40 Kanal Videoempfänger ist die Eachine EV800 5 Inches 800×480 FPV Goggles 5.8G 40CH Raceband. Sie bietet eine gute Auflösung, einen 40-Kanal-Empfänger und einen eingebauten 2000mAh Akku, der 3,5 Stunden FPV-Vergnügen am Stück verspricht. Mit rund 72 Euro ein echtes Schnäppchen. Die passende CL-Antenne dazu haben wir in Teil 1 bereits mitbestellt.

radiolinkEtwas schwieriger ist die Entscheidung bei der Fernsteuerung. Ich habe hier einmal die RadioLink AT9 2.4GHz 9CH Transmitter mit R9D Receiver ausgewählt. Man bekommt eine ordentliche 9-Kanal Funke mit guter Ausstattung und Empfänger für unter 100€. Der beiliegende R9D Empfänger kann per s.bus an den FC angeschlossen werden, was heute dem Quasi-Standard enstpricht. Weitere Empfänger sind ebenfalls günstig zu bekommen. Zusätzlich läßt sich ein Telemetrie-Modul für die Akkuspannung anschließen. Leider hab ich diese Funke selbst noch nicht in der Hand gehabt, aber viele Nutzer geben ein äußerst positives Feedback. Ich selbst nutze eine Taranis X9D Plus, die dann allerdings mit mehr als 200€ zu Buche schlägt, aber auch deutlich mehr Möglichkeiten bietet.

zopBei den Lipos bin ich mal etwas vom üblichen Weg und habe einen Lipo von Banggood ausgewählt. Es ist der ZOP Power 14.8V 1500mAh 4S 45C Lipo. Ich besitze selbst einige dieser Lipos und kann sie ruhigen Gewissens empfehlen. Für gut 16€ bietet dieser Lipo eine ordentliche Leistung. Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Leistung nicht mit den besten Lipos wie SLS XTRON 4s 1550mAh 40c/80C (Rund 25€) oder Tattu 4s 1550mAh 75/150C (ab 30€) mithalten kann.

skyrcAls Ladegerät soll uns ein SKYRC B6AC+ V2 dienen. Dieser kleine Lader bietet ausreichende Leistung zum Laden der kleinen Lipos. Ich habe vom Vorgängermodell selbst 2 Stück im Einsatz, die seit mehr als 2 Jahren klaglos ihren Dienst tun. Man sollte aber darauf achten ein original SkyRC Gerät zu kaufen, da auch viele minderwertige Nachbauten auf dem Markt sind.

Damit haben wir nun alles zusammen um uns ins FPV-Abenteuer zu stürzen. Ein Hobby, das einen unweigerlich in seinen Bann zieht und über ein hohes Suchtpotenzial verfügt.

Alle Komponenten mit der entsprechenden Bezugsquelle findet ihr auch in dieser Google Docs Tabelle.

FPV Racer für Einsteiger – Einkaufstipps für ein bezahlbares Komplett-Set (1/2)

Immer wieder werde ich angesprochen, was den „sowas“ kostet. Diese Frage ist natürlich nicht so leicht zu beantworten, da man sicherlich schon für 300-350€ alles zusammenbekommt, aber auch gerne 1000€ und mehr ausgeben kann.

Daher hab ich mir mal die Mühe gemacht und ein FPV-Racer Komplettpaket zusammengestellt mit allem, was man für den Einstieg benötigt. Dies ist kein RTF oder BNF Paket, man muss ihn selbst zusammenbauen, löten, schrauben usw., denn das gehört zum Hobby 😉

Die Komponenten sind für ein vernünftiges 4S-Setup ausgelegt, ich habe bewusst günstige Teile ausgesucht, die trotzdem viel Freude und ordentlich Tempo versprechen. Das Ding geht schon gut ab 🙂 Mit einem Preis von rund 450€ für das gesamte Paket bewegt man sich zwar am unteren Level, bekommt aber trotzdem eine Menge Power, die auch dem schon geübteren Piloten gefallen dürfte.

Der Race-Copter:

ls210Als Frame habe ich den Lisam LS210 ausgewählt, mit 210mm Motordiagonale entspricht er der aktuell angesagten Größe und kann mit Propellern bis 5 Zoll ausgestattet werden.

 

kingkongBei den Motoren hab ich mich für die KINGKONG 2205 2300KV Motor entschieden. Ein solider Motor, der an 4s ordentlich Schub bis zu 1KG entwickelt. Und der Preis ist eigentlich zu schön um wahr zu sein. Andere Motoren in dieser Leistungsklasse kosten gerne das Doppelte. Bei Motoren und ESC empfiehlt es sich durchaus einen oder zwei mehr als benötigt zu bestellen, um im Falle eines Defektes nicht wochenlang auf Ersatz warten zu müssen.

dalPassend zu den Motoren sind die DAL T5045 Raceblade Dreiblatt Propeller. Diese wirklich tollen Propeller entwickeln einen ausgezeichneten Druck, sind sehr stabil und überdies auch noch sehr günstig.

 

Bei den ESC habe ich mich für die DYS XM20A  ESC entschieden, insbesondere da diese über den SiLabs F396 Prozessor verfügen und somit auch auf „größere“ Aufgaben wie die Multishot-Firmware vorbereitet sind.

Als Flightcontroller kommt ein SP Racing F3 Clone zum Einsatz. Mit seinem schnellen F3 Prozessor ist diese Art von FC derzeit der Standard, jetzt noch eine „alte“ Naze32 mit F1 Prozessor zu verwenden, wäre Blödsinn. Insbesondere, da man mit dem F3 deutlich mehr Leistung zum gleichen Preis erhält.

matekAls Power Distribution Board (PDB) soll uns ein Matek Mini Power Hub V2.1 dienen. Dieses verfügt über mehrere 12v und 5V Ausgänge zur Versorgung von FC und FPV-Equipment. Die Spannungen sind so sauber, dass man in der Regel auf einen zusätzlichen LC-Filter verzichten kann.

Als VTX (Video-Sender) dient ein Eachine ET200R 40 Ch Raceband. Kein High-End-Sender und es sei darauf hingewiesen, dass der Betrieb in Deutschland nicht legal ist. Es gibt auch eine legale 25mW namens Eachine ET25R Version dieses Senders. Beide bieten solide Leistung mit 40 Kanälen inklusive Race Band für einen guten Preis.

Keine Kompromisse sollte man bei der FPV-Kamera eingehen undPZ lieber ein paar Euro mehr in eine gute CCD-Kamera mit D-WDR Funktion investieren. Daher empfehle ich hier die Runcam PZ0420M mit 2,4mm Linse. Diese bietet ein ordentliches Field of View (nicht zu groß und nicht zu klein) und ein ausgezeichnetes Bild auch bei schlechten oder schnell wechselnden Lichverhältnissen.
Wer lieber eine Kamera mit Gehäuse möchte, der sollte zu Foxeer HS1177 oder zur Runcam Swift greifen.

Die mitgelieferten Stabantennen, bei Video-Sender und Empfänger bieten leider nicht die beste Leistung, daher ist es ratsam auch hier ein Upgrade vorzunehmen auf Cloverleaf Antennen, die hier deutlich besser arbeiten. Die Skyzone  5.8GHz CL RHCP ist eine solche Antenne mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Achtung: Gleich 2 Stück kaufen (RP-SMA ohne Pin), einen für den Sender und eine für den Empfänger (kommt in Teil 2).

Damit hätten wir alle Komponenten für unsere Quadcopter zusammen, benötigt werden evtl. noch diverse Kabelstückchen und ein XT60 Stecker.

In Teil 2 findet ihr Tipps für das benötigte FPV-Equipment, Fernsteuerung und Empfänger sowie Lipos und Ladegerät.

Alle Komponenten mit der entsprechenden Bezugsquelle findet ihr auch in dieser Google Docs Tabelle.

First-Person-View Multicopter Racing Info & Tips