Archiv der Kategorie: Produkt-Review

RC180 V2 186mm Carbon Mini FPV Multicopter Frame Kit

Heute möchte ich euch mal einen kleinen China-Frame vorstellen. IMG_20160708_222437Der RC180 V2 186mm Carbon Mini FPV Multicopter Frame ist, wie die Bezeichnung schon sagt ein kleiner H-Frame mit 186mm Motordiagonale und somit für Propeller mit maximal 4 Zoll geeignet. Es können 18er oder 22er Motoren montiert werden, passende Bohrungen sind vorhanden.

IMG_20160708_230113~02Die Bodenplatte mit Armen aus einem Stück besteht aus 3mm Carbon, das einen wirklich ausgezeichneten Eindruck macht und sehr steif ist. Ob es harte Einschläge übersteht wird die Praxis zeigen. Ich bin aber recht zuversichtlich.

IMG_20160708_222558 IMG_20160708_222541
IMG_20160708_222522Der Frame ist als sogenannter Low Rider konzipiert und somit ist die ober Platte zweigeteilt. Im hinteren Teil finden 20mm Spacer Verwendung, vorne 35er, so dass alle gängigen FPV-Kameras Platz finden. Nicht ganz glücklich ist Lösung bei den mittleren Spacern, hier werden der untere und der obere Spacer mit einer Mini-Gewindestange verbunden. Machbar, aber frickelig.

Der Lieferumfang ist beachtlich, neben dem Frame inkl. Alu-Spacern und Schrauben bekommt man ein PDB inkl XT60 und Kabel. Das PDB verfügt über einen 12V und diverse 5V Ausgänge. Außerdem sind einige Nylon-Schrauben und Spacer für PDB und FC dabei. 4 Motor-Guards mit Landefüßen sowie ein Satz Propeller runden das Paket ab.

IMG_20160708_222324Mit PDB und Motor-Guards wiegt der Frame rund 98g. Netto ohne allen Schnickschnack sind es 75g.

 

 

Für rund 30$ bekommt man hier einen echt schicken Frame, der sicherlich auch etwas aushält. Hier findet ihr den Frame bei Banggood.

IMG_20160708_230023 Ich habe den Frame mal gleich etwas modifiziert. Die FPV-Cam-Platte und die Seitenteile werden durch ein 3D-Druckteil ersetzt, das Befestigungspunkte für eine Runcam Swift oder Foxeer HS1177 bietet.

IMG_20160708_230113Außerdem habe ich auf die hinteren Spacer für die vordere Top-Platte verzichtet, so dass diese schräg nach hinten abfällt. Ich musste nur die Löcher etwas nachfeilen, aber so passt es ganz gut. Oben werde ich noch einen Halter für  meine Runcam 2 montieren.

IMG_20160708_230436Für das weitere Setup muss ich dann mal schauen, was der Fundus noch so hergibt. Ob ich mal die Kingkong 2205 2300kv Motoren verbaue, die hier auf ihren ersten Einsatz warten. Ich bin noch unschlüssig 🙂

 

 

Welchen FPV Videosender (VTX) soll ich verwenden?

Eine Frage, die immer wieder gestellt wird, ist, welchen Videosender (kurz: VTX) man denn nun verwenden soll.

Eine Frage, die nicht so leicht zu beantworten ist und die von den Anforderungen abhängt.

Will man beispielsweise bei größeren Rennen mitmachen, dann hat man meist wenig Auswahl. Oft werden vom Veranstalter die Sender vorgeschrieben. In der Regel sind dies immer der ImmersionRC 25mW Raceband VTX oder meist auch der TBS Unify Pro 25mW, da diese legal sind und über die Frequenzen im Raceband verfügen, das bei eigentlich allen Rennen genutzt wird.

irc25Der ImmersionRC 25mW ist sicherlich ein Top Sender mit sauberer Frequenztrennung und sehr guter Sendeleistung, allerdings hat er in meinen Augen auch einige Schwächen. Zum einen ist er verdammt groß und klobig und Platz ist in den kleinen Racern nun einmal Mangelware. Zum anderen verfügt er auch heute noch lediglich über DIP-Schalter zum Einstellen von Band und Frequenz. Dafür ist er mit 30-40€ noch relativ preiswert zu haben.

tbs unify proAuch der TBS Unify Pro gehört leistungsmäßig zu den Top-Sendern, leider scheint es immer wieder Probleme mit dem Antennenanschluss zu geben. Des öfteren wird von losen Antennenanschlüssen berichtet, die leicht abbrechen. Eine neue Version soll hier wohl zukünftig Abhilfe schaffen. Auch läuft der Unify Pro ausschließlich mit einer Spannung von 5V (hier schafft die HV-Version Abhilfe) und ist dabei auch noch recht stromhungrig, so das so manches PDB keine ausreichende Leistung liefern kann. Der Preis liegt bei rund 60€.

Beide Sender sind in Deutschland legal zu betreiben, da sie ausreichend Frequenzen im erlaubten Frequenzbereich anbieten und mit einer maximalen Sendeleistung von 25mW arbeiten. Mehr ist in Deutschland im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern dieser Erde nämlich nicht erlaubt.

Außerhalb des Rennbetriebs werden auch gerne andere Sender benutzt, die nicht selten eine höhere Sendeleistung (meist 200mW, selten auch 600mW) haben und deren Betrieb somit ein Deutschland teilweise illegal ist. Trotzdem seien hier ein paar Beispiele genannte:

et200rEachine ET200R VTX, ein ordentlicher Sender mit 40 Channels inklusive Raceband. Band und Frequenzen lassen sich über einen Button einstellen. Der Sender ist bereits für weniger als 20€ zu haben. Es gibt auch einen Version mit 25mW (Eachine ET25R) und eine mit 600mW (Eachine ET600R). Die Sender können mit 7-24V Eingangsspannung betrieben werden, es ist aber ratsam hier höchstens 12V zu verwenden. Die 5V-Out liefern leider meist nur 4,5V, was für die meisten FPV-Kameras zu wenig ist.

fx795t-2FX795T-2, ebenfalls ein 40 Kanal Sender mit Raceband. Über eine Lötbrücke kann man die Sendeleistung von 25mW auf 200mW umschalten und umgekehrt. Wer geschickt ist kann hier sicher auch einen Mikroschalter oder Pinheader für einen Jumper einlöten. Kanäle und Bänder werden auch hier über einen Button ausgewählt. Der Sender verfügt außerdem über ein eingebautes Mikrofon, die Qualität ist zwar nicht berauschend, aber immerhin. Der 5V-Out-Anschluss liefert hier auch echte 5V und somit funktionieren hier auch die gängigen FPV-Kameras einwandfrei. Für rund 27€ bekommt man einen ausgezeichneten Sender mit vielen Features und sehr guter Leistung. Einer meiner Lieblingssender zur Zeit.

aomwayAuch Aomway bietet mit dem Aomway Mini 5.8Ghz Switchable 25mW 200mW 40CH TX25 einen VTX bei dem sich die Leistung über eine Lötbrücke ändern lässt. Für rund 22€ bekommt man einen soliden VTX mit guter Leistung, Steuerung über einen Button inklusive. Er verfügt allerdings nicht über ein eingebautes Mikrofon.

 

Alle hier vorgestellten Sender lassen sich in Deutschland legal betreiben (bis auf ET200R und ET600R), wenn man die verschiedenen Einstellmöglichkeiten entsprechend nutzt. Es gibt noch einige weitere legal zu betreibende Videosender, die ich hier leider nicht alle ausführlich vorstellen kann. Bis auf den TBS Unify Pro habe ich alle oben aufgeführten bereits verbaut und getestet.

 

BLHeli_S – ZTW, Emax, DYS, FVT, Racerstar, Aikon bringen neue ESC auf den Markt

BLHeli_S, der wohl kommende Standard für ESC-Firmware nimmt langsam Fahrt auf. (Siehe unser Artikel über BLHeli_S)

Immer mehr Hersteller bringen ESC mit den Busybee-Prozessoren heraus, die mit BLHeli_S kompatibel sind.

Uns sind bisher folgende ESC bekannt:

Nach Aussagen bei RCGroups handelt es sich bei den Racerstar ESC um umgelabelte Sunrise Cicada ESC, die technisch identisch sind. Ob sie der gleichen Qualitätskontrolle wie bei Sunrise unterliegen, ist nicht bekannt.

Die Preise bewegen sich durchaus auf einem vernünftigen Niveau, die Racerstar ESC z.B. sind bei Banggood bereits für rund 10€ zu haben. Zur Qualität konnte ich allerdings bisher keine Infos finden.

Weitere Hersteller werden sicherlich in Kürze folgen…

FPV Racer für Einsteiger – Einkaufstipps für ein bezahlbares Komplett-Set (2/2)

In Teil 1 haben wir uns ja schon mit allen benötigten Komponenten für einen günstigen aber guten FPV-Racer beschäftigt. Hier geht es nun weiter mit dem Rest der Ausstattung.

toasterZunächst benötigt ihr noch eine FPV-Brille. Da die guten Fatshark Brillen gerne ein paar Hundert Euro kosten, sollte man für den Einstieg vielleicht zu einer günstigeren Variante greifen. Die gerne als Gesichtstoaster verschrienen etwas klobig wirkenden FPV-Kasten-Brillen arbeiten mit einem einzelnen Monitor und Fresnel Linsen um das Bild auf die Pupillen zu bringen.  Sie bieten dafür allerdings auch ein „riesiges“ Bild und je nach Qualität der Linsen eine sehr gute Schärfe. Ein Modell mit eingebautem 40 Kanal Videoempfänger ist die Eachine EV800 5 Inches 800×480 FPV Goggles 5.8G 40CH Raceband. Sie bietet eine gute Auflösung, einen 40-Kanal-Empfänger und einen eingebauten 2000mAh Akku, der 3,5 Stunden FPV-Vergnügen am Stück verspricht. Mit rund 72 Euro ein echtes Schnäppchen. Die passende CL-Antenne dazu haben wir in Teil 1 bereits mitbestellt.

radiolinkEtwas schwieriger ist die Entscheidung bei der Fernsteuerung. Ich habe hier einmal die RadioLink AT9 2.4GHz 9CH Transmitter mit R9D Receiver ausgewählt. Man bekommt eine ordentliche 9-Kanal Funke mit guter Ausstattung und Empfänger für unter 100€. Der beiliegende R9D Empfänger kann per s.bus an den FC angeschlossen werden, was heute dem Quasi-Standard enstpricht. Weitere Empfänger sind ebenfalls günstig zu bekommen. Zusätzlich läßt sich ein Telemetrie-Modul für die Akkuspannung anschließen. Leider hab ich diese Funke selbst noch nicht in der Hand gehabt, aber viele Nutzer geben ein äußerst positives Feedback. Ich selbst nutze eine Taranis X9D Plus, die dann allerdings mit mehr als 200€ zu Buche schlägt, aber auch deutlich mehr Möglichkeiten bietet.

zopBei den Lipos bin ich mal etwas vom üblichen Weg und habe einen Lipo von Banggood ausgewählt. Es ist der ZOP Power 14.8V 1500mAh 4S 45C Lipo. Ich besitze selbst einige dieser Lipos und kann sie ruhigen Gewissens empfehlen. Für gut 16€ bietet dieser Lipo eine ordentliche Leistung. Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Leistung nicht mit den besten Lipos wie SLS XTRON 4s 1550mAh 40c/80C (Rund 25€) oder Tattu 4s 1550mAh 75/150C (ab 30€) mithalten kann.

skyrcAls Ladegerät soll uns ein SKYRC B6AC+ V2 dienen. Dieser kleine Lader bietet ausreichende Leistung zum Laden der kleinen Lipos. Ich habe vom Vorgängermodell selbst 2 Stück im Einsatz, die seit mehr als 2 Jahren klaglos ihren Dienst tun. Man sollte aber darauf achten ein original SkyRC Gerät zu kaufen, da auch viele minderwertige Nachbauten auf dem Markt sind.

Damit haben wir nun alles zusammen um uns ins FPV-Abenteuer zu stürzen. Ein Hobby, das einen unweigerlich in seinen Bann zieht und über ein hohes Suchtpotenzial verfügt.

Alle Komponenten mit der entsprechenden Bezugsquelle findet ihr auch in dieser Google Docs Tabelle.

FPV Racer für Einsteiger – Einkaufstipps für ein bezahlbares Komplett-Set (1/2)

Immer wieder werde ich angesprochen, was den „sowas“ kostet. Diese Frage ist natürlich nicht so leicht zu beantworten, da man sicherlich schon für 300-350€ alles zusammenbekommt, aber auch gerne 1000€ und mehr ausgeben kann.

Daher hab ich mir mal die Mühe gemacht und ein FPV-Racer Komplettpaket zusammengestellt mit allem, was man für den Einstieg benötigt. Dies ist kein RTF oder BNF Paket, man muss ihn selbst zusammenbauen, löten, schrauben usw., denn das gehört zum Hobby 😉

Die Komponenten sind für ein vernünftiges 4S-Setup ausgelegt, ich habe bewusst günstige Teile ausgesucht, die trotzdem viel Freude und ordentlich Tempo versprechen. Das Ding geht schon gut ab 🙂 Mit einem Preis von rund 450€ für das gesamte Paket bewegt man sich zwar am unteren Level, bekommt aber trotzdem eine Menge Power, die auch dem schon geübteren Piloten gefallen dürfte.

Der Race-Copter:

ls210Als Frame habe ich den Lisam LS210 ausgewählt, mit 210mm Motordiagonale entspricht er der aktuell angesagten Größe und kann mit Propellern bis 5 Zoll ausgestattet werden.

 

kingkongBei den Motoren hab ich mich für die KINGKONG 2205 2300KV Motor entschieden. Ein solider Motor, der an 4s ordentlich Schub bis zu 1KG entwickelt. Und der Preis ist eigentlich zu schön um wahr zu sein. Andere Motoren in dieser Leistungsklasse kosten gerne das Doppelte. Bei Motoren und ESC empfiehlt es sich durchaus einen oder zwei mehr als benötigt zu bestellen, um im Falle eines Defektes nicht wochenlang auf Ersatz warten zu müssen.

dalPassend zu den Motoren sind die DAL T5045 Raceblade Dreiblatt Propeller. Diese wirklich tollen Propeller entwickeln einen ausgezeichneten Druck, sind sehr stabil und überdies auch noch sehr günstig.

 

Bei den ESC habe ich mich für die DYS XM20A  ESC entschieden, insbesondere da diese über den SiLabs F396 Prozessor verfügen und somit auch auf „größere“ Aufgaben wie die Multishot-Firmware vorbereitet sind.

Als Flightcontroller kommt ein SP Racing F3 Clone zum Einsatz. Mit seinem schnellen F3 Prozessor ist diese Art von FC derzeit der Standard, jetzt noch eine „alte“ Naze32 mit F1 Prozessor zu verwenden, wäre Blödsinn. Insbesondere, da man mit dem F3 deutlich mehr Leistung zum gleichen Preis erhält.

matekAls Power Distribution Board (PDB) soll uns ein Matek Mini Power Hub V2.1 dienen. Dieses verfügt über mehrere 12v und 5V Ausgänge zur Versorgung von FC und FPV-Equipment. Die Spannungen sind so sauber, dass man in der Regel auf einen zusätzlichen LC-Filter verzichten kann.

Als VTX (Video-Sender) dient ein Eachine ET200R 40 Ch Raceband. Kein High-End-Sender und es sei darauf hingewiesen, dass der Betrieb in Deutschland nicht legal ist. Es gibt auch eine legale 25mW namens Eachine ET25R Version dieses Senders. Beide bieten solide Leistung mit 40 Kanälen inklusive Race Band für einen guten Preis.

Keine Kompromisse sollte man bei der FPV-Kamera eingehen undPZ lieber ein paar Euro mehr in eine gute CCD-Kamera mit D-WDR Funktion investieren. Daher empfehle ich hier die Runcam PZ0420M mit 2,4mm Linse. Diese bietet ein ordentliches Field of View (nicht zu groß und nicht zu klein) und ein ausgezeichnetes Bild auch bei schlechten oder schnell wechselnden Lichverhältnissen.
Wer lieber eine Kamera mit Gehäuse möchte, der sollte zu Foxeer HS1177 oder zur Runcam Swift greifen.

Die mitgelieferten Stabantennen, bei Video-Sender und Empfänger bieten leider nicht die beste Leistung, daher ist es ratsam auch hier ein Upgrade vorzunehmen auf Cloverleaf Antennen, die hier deutlich besser arbeiten. Die Skyzone  5.8GHz CL RHCP ist eine solche Antenne mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Achtung: Gleich 2 Stück kaufen (RP-SMA ohne Pin), einen für den Sender und eine für den Empfänger (kommt in Teil 2).

Damit hätten wir alle Komponenten für unsere Quadcopter zusammen, benötigt werden evtl. noch diverse Kabelstückchen und ein XT60 Stecker.

In Teil 2 findet ihr Tipps für das benötigte FPV-Equipment, Fernsteuerung und Empfänger sowie Lipos und Ladegerät.

Alle Komponenten mit der entsprechenden Bezugsquelle findet ihr auch in dieser Google Docs Tabelle.

BLHeli S Firmware for Busybee ESC (Aikon SEFM 30A, DYS XS20A, DYS XS30A)

BLHeli hat sich inzwischen zum Quasi-Standard bei Firmware für ESC gemausert und damit die SimonK Firmware faktisch vom „Markt“ verdrängt.

Jetzt holen die Programmierer zum nächsten Paukenschlag aus und bringen zusätzlich eine neue verbesserte Version heraus, die von der Handhabung stark an das das KISS (Keep It Super Simple) Prinzip von Flyduino erinnert.

Diese Firmware trägt die Bezeichnung BLHeli_S, wobei S für Simplicity steht. Sie bietet einige Vorteile/Unterschiede zur Standard BLHeli Firmware, z.B.:

  • Das Motor PWM Signal wird mit dem Prozessor-Zeitgeber synchronisiert und ist somit hardware-generiert. Die Motoren laufen ruhiger und gleichmäßiger.
  • Damped Light (Aktive Motorbremse) ist permanent aktiviert und kann nicht deaktiviert werden.
  • BLHeli S unterstützt sehr hohe Motordrehzahlen je nach Prozessor bis zu 500.000 ERPM (electrical round per minute).
  • Kleinere Throttle Steps (512 bis 2048 Steps sind möglich)
  • BLHeli_S erkennt automatisch das Input-Signal (Klassisch PWM,  Oneshot125, Oneshot42 oder Multishot.

Leider läuft BLHeli_S bisher nur auf einer sehr begrenzten Anzahl von SEFM ESC, die über einen bestimmten Prozessortyp namens Busybee 1 (BB1, EFM8BB10F8 = 24MHz) oder Busybee 2 (BB2, EFM8BB21F16 = 48MHz) verfügen müssen. Auf den klassischen ESC mit Atmel oder SiLabs Chips läuft BLHeli_S  nicht.

Immer mehr Hersteller bringen ESC mit den Busybee-Prozessoren heraus, die mit BLHeli_S kompatibel sind.

Uns sind bisher folgende ESC bekannt:

Die ersten Tests mit der neuen Firmware und den Aikon ESC sehen sehr vielversprechend aus. Zwar bringen die Neuerungen wohl keinen zusätzliche Leistungsschub, aber das Flugverhalten wird durch die schnellere und bessere Kommunikation offensichtlich noch „smoother“ und die Motoren laufen äußerst ruhig. Dies dürfte nochmal eine deutliche Verbesserung gegenüber Multishot sein. Nach meiner Einschätzung sehen wir hier den kommenden Standard.

Neue FPV Kameras: Runcam Owl Plus und Foxeer Arrow HS1190

Auch wenn der Trend zur digitalen Bildübertragung beim FPV in den Startlöchern steht, so ist bei den klassischen analogen FPV Kameras die Entwicklung noch nicht am Ende.

Nach dem Runcam bereits vor einiger Zeit mit der Runcam Swift und der Runcam Owl zwei neue Modelle auf den Markt gebracht hat, kommt jetzt mit der Runcam Owl Plus ein weiteres Modell in den vor allem virtuellen Ladenregale.

owl plus 1

 

Während die Runcam Swift auf dem bekannten Runcam Modell PZ0420H basiert und durch D-WDR vor allem bei schnellen Wechseln der Lichtverhältnisse trumpft, ist die Runcam Owl auf den Betrieb auch bei fast vollständiger Dunkelheit optimiert.

Die Runcam Owl Plus vereint nun die besten Eigenschaften beider Kameras unter einer Haube. D-WDR für den Tagbetrieb und extreme Lichtempfindlichkeit für die Dunkelheit.

Eine schöne Abrundung des Sortiments.

Banggood hat die Kameras bereits im Sortiment:

Björn hat bereits ein Testexemplar zur Verfügung und checkt sie gerade von oben bis unten durch. (Erster Eindruck, DVR Testvideos)

Der große Konkurrent von Runcam ist fraglos Foxeer.  Auch bei Foxeer ist man nicht tatenlos und arbeitet an neuen Modellen.

Die bekannte und beliebte HS1177/XAT600M (auch in Orange erhältlich) sowie die etwas kleinere HS1177M spielen in der gleichen Liga wie die PZ0420M oder Swift von Runcam. Die technischen Eigenschaften und die Software sind nahezu identisch.

Jetzt kommt die Foxeer Arrow (HS1190) auf den Markt, die mit einem verbesserten Gehäuse aufwartet. Sie verfügt über diverse wohldurchdachte Befestigungsoptionen, die auch das einfache Einstellen eines stufenlosen Neigungswinkels ermöglichen. Ein bei FPV-Piloten gerne gesehenes Feature.

Außerdem verfügt sie über ein integriertes OSD, mit dem man sich die aktuelle Lipo-Spannung sowie die Flugzeit und/oder einen frei einstellbaren Text (Pilotenname) anzeigen lassen kann. Ebenfalls hat sie ein integriertes Mikrofon. Die ersten Exemplare sollen bald ausgeliefert werden, man darf sehr gespannt auf die ersten Tests der Foxeer Arrow (HS1190) sein.

foxeer arrow2

 

Runcam Swift FPV Camera

RunCam hat mal wiederetwas neues in der Pipeline, und zwar die RunCam Swift.

qfFBoL3l

Im Prinzip steckt in der Runcam Swift wohl nichts anderes als die bewährte Runcam Mini oder Skyplus Technik (PZ0420M). Bewährte Qualität, die von sehr vielen FPV-Piloten genutzt und geschätzt wird.

Neu ist allerdings die Verpackung:
Mit einer Größe von 26×26 mm entspricht sie fast der Größe der ebenfalls beliebten HS1177 FPV-Kamera (25x25mm). Der Halter trägt um die Hüften allerdings noch etwas auf und man sollte mit einer Breite von 30mm kalkulieren.

XZqSWnDlAusgesprochen nützlich dürfte der neu Halter sein, mit dem sich die Neigung der Kamera stufenlos einstellen. Die eingelassenen Gewindehülsen versprechen Langlebigkeit … ganz im Gegensatz zu den sonst üblichen Plastik-Gewinden, die unglaublich schnell unbrauchbar werden und kaum fest zu verschrauben sind. Da greift man dann auch mal gerne zur Heißklebe-Pistole 😉

sw

Die technischen Daten im Überblick:
2.8mm Linse
Horizontales FOV 90°
Breitspannungsversion 5 – 17 V (2s, 3s oder 4s Lipo)
Größe: 26mm*26mm (mit Halter Breite ca. 30mm)
Gewicht: 12g
Image Sensor: 1/3 SONY SUPER HAD II CCD
Horizontal Resolution:600TVL
Signal System:PAL/NTSC
OSD SET: YES
S/N Ratio :>60dB(AGC OFF)
Electronic Shutter Speed: PAL:1/50-100,000 NTSC:1/60-100,000
Auto Gain Control(AGC): YES
Back light compensation(BLC):YES
Min. lllumination: 0.01LuX/1.2F
WDR: D-WDR
DNR: 2DNR
Day/Night:Auto/Color/B&W

Der Preis soll bei 39$ liegen, also durchaus im normalen Rahmen. Ab wann die Runcam Swift FPV-Camera verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt, aber ich vermute, dass sie wohl ab April oder Mai bei den üblichen Verdächtigen auftauchen wird.

Im Runcam Shop und bei Banggood  ist die Cam jetzt verfügbar. Das ging schneller als erwartet.

Emax RS2205 RaceSpec Motor – Cooling Series 2300kv/2600kv

Emax ist bereits seit langer Zeit für seine brushless Motoren bekannt, in den frühen Zeiten der FPV Racer waren auf sehr vielen Builds die bekannten Emax MT2204 oder die Emax MT1806 Motoren verbaut. Nicht unbedingt als Performance-Killer bekannt, werden sie noch heute aufgrund des günstigen Preise, der Zuverkässigkeit und der Langlebigkeit verwendet.

Zwischenzeitlich hat Emax einige neue Motoren auf den Markt gebracht wie z.B. den eigenwilligen PM1806 mit Plastik-Glocke oder den MT2204 II aus der Cooling Serie … alle mit eher mäßigem Erfolg.

Jetzt aber hat Emax einen neuen Motor herausgebracht, der alle bisherigen und zum großen Teil auch die Konkurrenz in den Schatten stellt:

Emax RS2205 2300kv 2600kv Emax RS2205 Thrust Data

Der neue Emax RS2205 wartet mit erstaunlichen Leistungsdaten auf, so bringt die 2300kv Variante mit 5045er Bullnose Propellern mehr als 1000g Thrust (Schub) an 4s. Er besticht durch gutes Balancing ab Werk und eine hohe Laufruhe durch die hochwertigen NMB Lager. Und mit einem Preis von ca. 20$ liegt er deutlich unterhalb der Konkurrenz.

Die 2300kv Variante ist ideal für 5″ Propeller geeignet und somit gut auf von 210-250mm Motordiaginale geeignet (CP210FPVLisam LS210, Lantian LT210, QAV210, ZMR250 u.a.).

Die 2600kv Variante bringt dank der höheren Drehzahlen mit 4045er Bullnose rund 760g Thrust an 4s und eignet sich somit ideal für kleinere Kopter mit 180mm Motordiagonale (CP180, Tweaker 180, ZMR180, Diatone Lizard 180, Lisam LS180 u.a.).

Somit ist in jedem Fall ein Thrust-Verhältnis von 5-7 zu 1 (je nach Gesamtgewicht) drin und damit gehen die Kleinen so richtig gut ab und sorgen für ein verzücktes Grinsen im Gesicht des Piloten nicht nur bei Vollgas.