Archiv der Kategorie: FPV Racer Builds

Darf’s ein bisschen mehr sein … z.B. 7 Zoll?

In letzter Zeit neigte die Szene ja eher zur Miniaturisierung, die Brushless Setups konnten nicht klein genug sein. Doch jetzt naht der Frühling und es wird Zeit mal wieder etwas Neues anzugehen.

110 Gesagt, getan! Chefdesigner Steffen aktiviert und erstmal nen schicken Frame entworfen, der auch mit 7-Zoll-Latten klar kommt. Der wurde dann auch gleich bei unserem Haus- und Hof Fräsmeister Mathias Wenzel in  Auftrag gegeben. Wenig später lagen die Carbon-Teile in gewohnt guter Qualität auf unseren Basteltisch (hier Wohnzimmertisch 😉 )

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ACHTUNG: Komplette Teile-Liste unten!

Ziel bei mir sollte eine gewisse Long Range Fähigkeit sein, also habe ich mich für einen FrSky L9R Long Range Empfänger sowie einen Omnibus F3 Flight Controller mit OSD entschieden. Der L9R hat leider keine Telemetrie und mein Gedanke war eigentlich, das vom L9R ausgegebene RSSI-Signal über das im FC eingebaute OSD in der Brille angezeigt zu bekommen. Leider hat Betaflight mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht, da RSSI-ADC nicht für diesen FC unterstützt wird, wie ich im Nachhinein feststellen musste.  Ich hab mal nachgefragt, ich hoffe, das wird bald nachgerüstet. Einstweilen habe ich einen X4R-SB verbaut , um nicht auf Telemetrie bzw. RSSI verzichten zu müssen.

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Bei der Motorisierung habe ich mich für ein Triebwerk von Emax entschieden, und zwar für den MT2208 II mit 1500kv. Motoren in diesem kv-Bereich sind echt schwierig aufzutreiben, bei Aliexpress bin ich allerdings fündig geworden. Derzeit  habe ich Tarot 7045 3-Blatt Propeller aufgesattelt und damit legt der  „Große“ auch ein zügiges Tempo auf.

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Bei sehr windigem  Wetter heute war es dann Zeit für den Maiden, der auch recht gut gelungen ist. Trotz der Böen flog der 7-Zöller sehr stabil und die Stock PIDs von Betaflight 3.1.5 sind nicht weit vom Optimum entfernt. Etwas mehr D und das war’s auch schon, denke ich, werde aber zeitnah noch die Blackbox zu Rate ziehen.

Gleich mal nen Crash fabriziert, der XT60 Stecker war zu locker und ist raus gerutscht, hat nur einen Propeller gekostet.

Mit einem 4s 1500mAh Lipo schafft man bei obigem Flugstil und den recht hungrigen Propellern ca. 4 Minuten Flugzeit. Mit effektiveren Propellern, einem größeren Lipo und einem ruhigeren Flugstil sollte da deutlich mehr drin sein. Ich werde berichten 🙂

Teile-Liste:

250g oder „Die neue magische Grenze“

Da haben wir den Salat, oder etwa nicht? Das BMVI unter Federführung von Bundesminister Dobrindt hat nun kürzlich die neue „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ vorgelegt, die den Umgang mit Drohnen und anderen unbemannten Fluggeräten regelt. Damit gibt es jetzt einige neue Regeln, die es zu beachten gilt. Weitere Details zur Verordnung findet ihr beim BMVI. Sie wird vermutlich irgendwann im Herbst in Kraft treten.

Während die klassischen Modellflieger nun mit recht restriktiven Höhenbeschränkungen gegängelt werden sollen (ich hoffe sehr, dass sich da noch etwas tut), trifft es die Freunde des gepflegten FPV-Racens weniger hart. FPV wird endlich aus der Grauzone befreit und in engen Grenzen legalisiert. So darf man jetzt mit einem sogenannten Spotter, der das Umfeld beobachtet und den Piloten auf Gefahren aufmerksam macht, legal bis zu einer Höhe von 30m und in Sichtweite des Spotters FPV fliegen. Dabei ist keine Lehrer-Schüler-Verbindung zwischen 2 Fernsteuerungen mehr notwendig, wie es bisher oft verlangt wurde (wobei die Gesetzeslage eher schwammig war). Liegt das Abfluggewicht des Kopters bei maximal 250g, so darf man sogar ohne Spotter seinem FPV-Hobby fröhnen.

„Nunja, ein 250g-Racer, das kann ja nicht wirklich Spaß machen“ Werden jetzt sicherlich viele denken. Falsch gedacht, in 250g läßt sich eine Menge Spaß und Power unterbringen.

Natürlich beschäftigt auch mich das Thema intensiv und mein erster 250g-Prototyp war an diesem Wochenende erstmals in der Luft. Es sind noch ein paar Schwachpunkte zu beheben, aber das Konzept geht auf.

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Viel Spielraum bleibt natürlich nicht und man muss auf kleine, leichte Komponenten setzen. Ich habe mich für die kleinen, aber sehr leistungsstarken Emax RS1306 4000kV Motoren entschieden, die mit 3 Zoll Propellern bestückt werden und damit dem Kleinen ordentlich Schub spendieren. DYS XM20A ESCs geflasht mit Multishot sowie eine PIKO BLX Flight Controller, der von Betaflight in der aktuellen Version 3.1.3 angetrieben wird, runden das Antriebsset ab. Das Gewicht läßt sogar noch eine vollwertige FPV-Kamera zu (hier Foxeer HS1189 16:9, wird aber noch gegen eine Runcam Swift 2 ausgetauscht). Die komplette Teileliste findet ihr unten im Beitrag.

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Zusammen mit einen Turnigy Nano-Tech 4s 850mAh 45/90c Lipo komme ich dann auf ein Abfluggewicht von 243g. Und der von mir auf den „putzigen“ Namen U250 getaufte kleine Kraftprotz fliegt sich fast wie 5 Zoll Racer, wie man im Video sehen kann. Mit den 4-Blatt-Propellern war ich allerdings nicht zufrieden und bin auf die unten verlinkten DYS 3045 umgestiegen, die deutlich mehr Druck haben. Weitere Propeller werde ich noch testen.

Komplettes Setup:

Test: Realacc X210 (QAV-X Clone) mit Racerstar BR2205 2300kv

Mein neuester Racer sollte einmal ein kleiner Test werden. Kann man mit Billig-Komponenten einen gescheiten Racer bauen?

Fazit: Ja, man kann! Und das mit einem erstaunlichen Ergebnis!

Ich hatte die Komponenten noch einzeln bestellt, aber Banggood bietet ja inzwischen eine tolles Set mit den fast identischen Teilen an: Realacc X210 4mm Frame, Racerstar BR2205 2300kv Motoren, Racerstar Blheli_S 20A ESC, F3 Flight Controller, KingKong 5040×3 Props, alles zusammen für um die 100€. Das Set findet ihr unter diesem Link. Die Links zu den einzelnen Komponenten findet ihr weiter unten.

Das chinesische Versandhaus Banggood bietet eine einen riesige Auswahl an Komponenten zum Bau des eigenen FPV-Racers, und das teilweise zu unschlagbar günstigen Preisen. Natürlich muss man damit rechnen, beim Zoll 19% Einfuhrumsatzsteuer zahlen zu müssen, was in der Praxis aber eher selten vorkommt. Und selbst dann sind die meisten Artikel noch deutlich günstiger als beim heimischen Händler.

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Zusätzlich zum oben genannten Set benötigt man noch einen RX (empfängt das Signal der Fernsteuerung) und das FPV-Equipment zur Übertragung des Videosignals, so dass man mit ordentlichen Komponenten noch insgesamt gut unter 200€ bleiben kann.

Der Zusammenbau gestaltete sich relativ mühelos, natürlich ist bei dem kurzen Body nicht endlos Platz vorhanden, aber man bekommt alle Komponenten gut untergebracht. Gute Anleitungen findet man z.B. bei Youtube.

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Als Software dient natürlich Betaflight, diesmal in der nagelneuen Version 3.0. An den voreingestellten PIDs musste ich nichts ändern, lediglich die Rates habe ich an meine Bedürfnisse angepasst, erstaunlich. Als idealer Propeller scheint sich der KingKong oder DAL T5040 zu erweisen, mit anderen Propellern hatte ich teilweise recht warme Motoren und unruhiges Flugverhalten. Allerdings nichts, was man nicht mit etwas Tuning und Anpassung der Filter beheben könnte.

Man bekommt man einen unglaublich flinken Racer mit richtig Dampf. Kann nicht sein? Doch! Seht selbst:

Teileliste:

  • Realacc X210 4mm Frame: Link
  • X-Racer F303: Link
    Alternativ: SP Racing F3: Link
  • Matek PDB Power Hub V2.1: Link
    (
    Es ist ein andere PDB von Matek dabei, aber ich bevorzuge dieses)
  • Racerstar RS30A V2 Blheli_S ESC: Link
  • RacerStar BR2205 2-4s 2300kv Motoren: Link
  • DAL T5040 V2 Three Blade Props: Link
  • Runcam Swift FPV-Cam: Link
  • Runcam 120° FOV 2.1 Wide Angle Lens: Link
  • FT48X 25/200/600mW VTX: Link
  • Foxeer CL Antenna: Link
    Alternativ: Aomway CL Antenne: Link
  • FrSky X4RSB Naked Version (s.bus, Smartport Telemetrie): Link

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Mit den Alternativ-Links könnt ihr alle benötigen Teile bei Banggood bestellen. Solltet ihr ganz neu in das Hobby FPV-Racing einsteigen, dann benötigt ihr noch einen Fernsteuerung (z.B. FrSky Taranis Plus), eine Video-Brille (z.B. das günstige Einsteigermodell Eachine VR D2), natürlich ein paar Akkus (z.B. Infinity 4s 1500mAh 70c) und ein Ladegerät (z.B. iSDT SC-608 150W 8A MINI). Damit seid ihr dann komplett.

Bei Bestellungen bei Banggood in China hat es sich bewährt, Priority Direct Mail als Versandart auszuwählen und die Bestellung auf mehrere kleinere Bestellungen zu verteilen. Sollte trotzdem einmal etwas beim Zoll landen, so sind noch 19% Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls ein kleinerer Prozentsatz Zoll zu entrichten.

Viel Spaß …

RC180 V2 fertig aufgebaut.

In meinem letzten Betrag habe ich ja bereits den RC180 V2 186mm Carbon Mini FPV Multicopter Frame kurz vorgestellt. Jetzt bin ich auch dazu gekommen, den kleinen Flitzer aufzubauen.

Den Frame habe ich etwas modifiziert, so dass die vordere Top Plate schräg liegt. Der Cam Halter ist 3D gedruckt und ersetzt gleichzeitig die seitlichen Abdeckungen. Ich finde, so wirkt der Frame deutlich eleganter.

Mit 278g ist er jetzt kein Ultraleichtgewicht, aber ich denke, damit wird er schon ordentlich gehen. Der ideale Flitzer für enges Terrain.

Bis jetzt nur im Garten ein wenig gehovert, aber das sieht schon mal gut aus. Vielleicht schaff ich es morgen auf’s Feld, dann sehen wir mal, was der Kleine so kann 🙂

Die Kanten des Frames habe ich übrigens mit einem dieser Lackstifte verziert, die Banggood für kleines Geld im Sortiment hat.

Hier einige Bilder:

Folgenden Komponenten habe ich verwendet:

 

Unser Knallkop(p)ter Team Frame ist da, der LSX233

Manchmal muss man neue Wege gehen 🙂 Es gibt Unmengen toller Frames auf dem Markt, aber irgendwie war es nicht das, was wir wollten. Als Basis haben wir den bekannten Lisam LS210 verwendet, der einer deutlichen Frischzellenkur unterzogen wurde. Bei diversen Brainstormings kam schlussendlich unser neuer Teamframe heraus, den wir auch flugs aus feinstem Carbon fräsen ließen. An dieser Stelle mal einen herzlichen Dank an unseren SolidWorks-Gott Steffen.

Die Bottom Plate ist inklusive der Arme aus einem Stück und in 3mm Carbon gefertigt, die Top Plates sind aus 2mm Carbon hergestellt.

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Die Geometrie entspricht einem „echten“ X-Frame mit einer Motordiagonale von 233mm.

Es gibt 2 Varianten, die erste ist ein „Low Rider“ mit einem abgesenkten Heck. Die hinteren Spacer sind 20mm hoch, die vorderen 35mm, somit ist die Platte für die HD-Kamera bereits um 15° aufwärts geneigt und man muss keinen Riesen-Klotz mehr draufbauen, 10-15° zusätzliche Neigung reichen dann aus.

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Die zweite Variante ist ein klassischer Aufbau mit 35er Spacern und durchgehender Top-Plate.

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Die FPV-Cam wird in einem speziell designten 3D-Druckteil untergebracht, passende Varianten für die gängigen FPV-Cams sind bereits erstellt (Runcam SkyPlus, PZ0420M, Swift und die Foxeer HS1177).

Seitlich ist ein XT60 Halter vorhanden, in dem ein XT60 mit Montageplatte fest verschraubt wird, eine saubere und stabile Lösung.

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Hier noch einige Bilder vom fertig aufgebauten Low Rider, die verwenden Komponenten habe ich weiter unten aufgelistet.

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Mit dem verwendeten Setup geht unser FPV Frame richtig gut vorwärts und durch das True X Design eignet er sich hervorragend sowohl zum freestylen als auch zum racen.

Hier ein Video vom Maiden (noch etwas vorsichtig geflogen), leider ist das Wetter hier gerade richtig bescheiden, aber es wird ganz sicher weitere Videos geben.

Und hier die verwendeten Komponenten:
SP Racing F3 Flight Controller
Matek PDB Power Hub V2.1
Hobbywing XRotor 20A ESC BLHeli latest
Emax RS2205 2300kv Motoren
DAL T5045 V2 Props
Runcam Sky+ PZ0420M FPV-Cam
Eachine ET200R 40Ch VTX
Aomway CL Antenne
FrSky X4R-SB (s.bus, Smartport Telemetrie)
Runcam 2 HD Kamera
Ein paar LEDs LED
XT60 mit Montageplatte
3D Druckteile

 

Diatone Lizard 180 – Flying Squirrel

Heute mal wieder einen kleinen Umbau abgeschlossen. Die gleichen Komponenten hatte ich bereits auf einem anderen Frame verbaut, allerdings war dieser mit gut 130g etwas schwer und machte nicht so wirklich Spaß.

Also hab ich mich nach Alternativen umgesehen und bin auf den Diatone Lizard 180 gestoßen. Mit rund 60g ist er wirklich sehr leicht und trotzdem recht stabil. Die Grundplatte mit den Armen ist aus 2,5 mm Carbon von guter Qualität. Die Plastik-Spacer habe ich allerdings gegen etwas längere (25mm) Alu-Spacer getauscht, um die HS1177 FPV Kamera vernünftig unterbringen zu können.

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Als Gehirn kommt bei mir erstmals ein X-Racer F303 Flight Controller zum Einsatz. Dieser kommt im Gegensatz zu den SP Racing F3 Klonen ohne diese doofen Micro-Stecker aus. Leider hat er dafür keinen VBAT-Anschluss. Da für mich in Punkto Telemetrie sowieso nur die Akkuspannung von Interesse ist habe ich daher einen FrSky Telemetry System Accessories Battery Voltage Sensor FBVS-01 (eigentlich ein einfacher Voltage Divider) verwendet und an den analogen Anschluss des FrSky D4R-II Receivers angeschlossen.

Als Motoren kommen die bekannten DYS BE1806 zum Einsatz, die von auf die aktuelle BLHeli geflashten DYS SN20A ESC beheizt werden. Für ausreichend Auftrieb sorgen DAL T4045BN Propeller

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Als FPV-Sender wird ein FX799T 40-Kanal TX mit den bewährten Aomway Cloverleafs genutzt.

Abgerundet durch ein paar zusammengefrickelte 3D-Druckteile steht der fertige kleine Flitzer nun bereit für seinen ersten großen Auftritt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das „Flying Squirrel“ genug Dampf hat und mir viel Freude bereiten wird. Den Namen hat er übrigens von einem Kollegen, der meinte, dass der Frame mit den seltsam geformten Armen wie Flughörnchen aussehen würde 🙂

Mit 280g ein echtes Leichtgewicht. Packt man noch eine Runcam 2 HD und einen Turnigy Bolt 1000mAh 4S 15.2V 65~130C High Voltage Lipoly Pack (LiHV) drauf landet man bei einem AUW von 447g. Ohne HD-Cam beträgt das AUW 398g.

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CP180 FPV Racer – My secret Love ;-)

Bereits seit einigen Monaten in meinem Hangar ist der kleine CP180 und er ist auch heute noch einer meiner Lieblings-Racer, wenn nicht mein liebster. Er kommt oft und lange an die frische Luft und ich verschaffe ihm gerne viel Bewegung 😉

 

„Besonderes“ ist eigentlich nichts daran, die verbauten Komponenten sind nicht sonderlich hochwertig. Und trotzdem passt das Gesamtpaket. Er hat Power satt, ist unglaublich wendig und spritzig und dabei halbwegs genügsam im Verbrauch. Voll beladen mit einem 1400er 4s Akku und einer Runcam 2 für Videoaufnahmen bringt er knapp 500g auf die Waage, ein gutes Kampfgewicht.

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Der Frame ist ein kleines Prachtstück, die vordere Platte für die HD-Cam ist bei der von mir verwendeten Extreme Edition per Design mit 17° angewinkelt. Die Akkuplatte ist damit relativ niedrig angesetzt, was den Schwerpunkt nach unten verlegt. Ein klarer Pluspunkt für die Wendigkeit. Der Frame ist für 49,95€ hier erhältlich: CP180 Extreme Edition Frame.

Als Motoren kommen DYS BE1806 2300kv zum Einsatz, keine High-End-Motoren, aber bei diesem Setup irgendwie genau die richtigen. Eigentlich nur für 3s spezifiziert, tun sie auch an 4s problemlos seit Monaten ihren Dienst und entwickeln ordentlich Power. Die verbauten DYS SN20A ESC wurden von mir mit BLHeli 14.4.0 geflasht, Motor Timing „Medium high“, Damped Light aktiviert und ansonsten Standardeinstellung.

Auf ein PDB hab ich bei diesem Setup aus Platzgründen verzichtet. Die 5V für den FC liefert ein kleiner regelbarer Step-Down, VTX und FPV-Kamera werden direkt vom Lipo mit 4s befeuert.

Als Propeller habe ich mit Gemfan 4045 Bullnose oder DAL T4045 Bullnose Tri Blade die besten Erfahrungen gemacht, wobei die 3-Blatt-Propeller noch einmal eine deutlichen Leistungsschub bringen und die Wendigkeit verbessern.

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Als Flight Controller kommt eine stinknormale Naze32 mit derzeit noch Betaflight 2.1.6 zum Einsatz. Die aktuellen PIDs findet ihr hier:

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Ein Update auf 2.4.0 wird allerdings bald folgen. Heute würde ich als Flight Controller allerdings ein SP Racing F3 einbauen, das inzwischen fast zum gleichen Preis erhältlich ist und deutlich mehr leistet.

Die FPV Kamera ist die bewährte Runcam PZ0420M, dank einer passenden Vorrichtung im Frame läßt sie sich gleich mit 10, 15 oder 25° Neigung einbauen. Als Videosender kommt der beliebte und günstige Eachine ET200R mit Raceband zum Einsatz. Aomway Clover Leaf Antennen vervollständigen das FPV-Setup.

Für die Verbindung zur Taranis ist ein FrSky D4R-II zuständig, den es inzwischen auch in einer Version ohne Pins als FrSky D4R-II Naked gibt. Nicht unpraktisch, wenn man wie hier nicht viel Platz hat. Ich habe allerdings auch die Version mit Pins hineinbekommen.  Platz gefunden haben auch noch ein Buzzer (damit man den Kleinen auch im hohen Gras wiederfindet) sowie ein kleine LC-Filter gegen Streifen im Bild.

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Für schöne Videoaufnahmen der vielen Crashs habe ich eine Runcam 2 oben drauf geschnallt, die sehr gute Aufnahmen in Full HD mit 60 FPS liefert.

Der Frame ist ziemlich eng und man hat so seine Arbeit alles vernünftig unterzubringen, aber die Mühe lohnt sich. Der CP180 fliegt sich einfach hervorragend und macht jede Menge Spaß.

Noch ein Tipp zum Schluss: Es empfiehlt sich dringend für den Lipo eine Schale gegen Verrutschen zu montieren, sonst schlitzt man sich bei Crashs gerne mal den Lipo mit den Propellern auf. Eine entsprechende Druckvorlage findet ihr bei Thingiverse.

Einkaufsliste 210er FPV Racer

Inzwischen erfreuen sich besonders kleine FPV Racer ja besonderer Beliebtheit, da sie sehr wendig und agil sind. In diesem Beitrag hab e ich mal eine Einkaufsliste für so einen kleinen Racer zusammengestellt. In Aktion sieht das dann so aus und ein paar Bilder findet ihr weiter unten.

Frame:
Fangen wir mit dem Frame an. Inzwischen gibt es ja einen Haufen guter 210mm Frames, ich habe mich für den Lantian LT210 entschieden, da er meiner Meinung nach einige Vorteile gegenüber der Konkurrenz hat. Die Löcher in der Bodenplatte sind kleiner und wesentlich geschickter angeordnet als z.B. beim QAV210 oder Lisam LS210. Außerdem ist er mit einer 3mm oder 5mm Bodenplatte erhältlich. Letztere dürfte nahezu unzerstörbar sein und auch für den Einsatz in Parkhäusern o.ä. gut taugen. Leider gerät die 5mm Version damit ziemlich schwer, allein die Bodenplatte mit den Armen wiegt mehr als 100g.

Für den vorderen Teil gibt es Seitenteile dazu, so dass die FPV-Kamera geschützt im Inneren des Frames liegt. Der Frame ist gut durchdacht, alle benötigten Komponenten finden gut Platz. Auf die Landebeine kann man allerdings getrost verzichten, die würde vermutlich sowieso nicht lange halten. Lieber ein paar 3D-gedruckte Landing-Skids unter den Motoren montieren.

Der Frame ist für knapp 30€ bei Banggood erhältlich, die 5mm Version kostet rund 10€ mehr.

Motoren:
Bei den Motoren habe ich mich für die DYS BE2204 mit 2400kv entschieden. Es macht Sinn hier etwas im Bereich ab 2300kv auszuwählen, da wir auf diesem Setup maximal 5″ Propeller fliegen können. Die DYS Motoren sind sicherlich nicht die leistungsstärksten Motoren am Markt, bieten meiner Meinung nach allerdings eine solide Qualität zu einem sehr guten Preis.

Wer etwas mehr Leistung will, dem würde ich die neuen Emax RS2205 2300kv Motoren empfehlen, diese bringen mehr als 1kg Schub pro Motor an 4s.

ESC:
Bei meinem Racer habe ich die neuen DYS XM20A ESC verbaut. Diese warten mit einem SiLabs Prozessor auf, der gegenüber den weit verbreiteten Atmel ESC noch einmal etwas mehr Leistung herauskitzelt. Außerdem sind sie bereits mit dem BLHeli Bootloader versehen, so dass man sie direkt über den Flight-Controller mit der BLHeli-Suite flashen bzw. einstellen kann (Aktuelle Versionen von Cleanflight bzw. Betaflight vorausgesetzt.

Alternativ kann man auch die bewährten FVT Littlebee ESC 20A verwenden, die ähnlich Leistungsmerkmale aufweisen.

Propeller:
Hier hat man die Qual der Wahl und oft ist es auch eine Glaubensfrage 😉 Gute Erfahrungen habe ich mit folgenden Propellern gemacht.

DAL 5045 V2 Bullnose
Gemfan 5045 Bullnose
DAL TJ5045 Props
DAL T5045 Bullnose
DAL T5045 Bullnose Racing Edition
HQ 5x4x3
HQ 5x4x4
HQ 5040 GF

Flight Controller:
Um zukunftssicher zu sein würde ich heute nur noch Flight Controller mit einem F3 Prozessor oder besser verwenden. Zukünftige Versionen von Betaflight und Cleanflight werden zwar noch auf F1-Prozessoren funktionieren, aber immer niedrigere Looptimes und andere Features werden dann nicht mehr auf der klassischen Naze32 funktionieren. Da die Preise hier auch derzeit sehr schnell fallen, macht es fast keinen Unterschied mehr. Banggood bietet diverse F3 Flight Controller an, z.B. SP Racing F3  oder CK Optimized Version Racing F3 Acro.

Power Distribution Board (PDB):
Ich habe in letzter Zeit nur noch das Matek PDB Power Hub V2.1 verwendet, da ich damit sehr zufrieden bin. Es bietet diverse Anschlussmöglichkeiten für 5V,12V und Batteriespannung. Die Spannungen sind sehr sauber, so dass ich bisher auch immer auf einen LC-Filter für das FPV-Equipment verzichten konnte.

FPV-Equipment:
Ein sehr günstiger Videosender ist der Eachine ET200 VTX, er bietet gute Leistung zum kleinen Preis, die Kanaltrennung ist allerdings nicht optimal er streut also auch gerne mal in die benachbarten Kanäle. Inzwischen gibt es diesen VTX auch in einer 40 Kanal Variante mit Raceband. Bessere Kanaltrennung und ebenfalls 40 Kanäle bietet der FX799T/FX796T VTX. Alle hier verlinkten Videosender lassen sich per Knopfdruck einstellen, das lästige fummeln an den DIP-Schaltern entfällt somit. Es sei darauf hingewiesen, dass bei offiziellen Rennen oder Events gerne ein ImmersionRC 25mW Raceband Sender verlangt wird. Leider sind die ImmersionRC Sender im Vergleich zur Konkurrenz immer noch riesig und lassen sich nur per Mäuseklavier (DIP-Schalter) einstellen.

Antennen:
Ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis bieten die Aomway Clover Leaf Antennen, die sowohl als SMA (mit Pin) und RP-SMA (ohne Pin) gibt.

FPV-Kamera:
Als ausgezeichnete FPV-Kameras werden von sehr vielen Piloten die Runcam Mini Kameras verwendet. Diese verfügen über D-WDR und bieten auch bei stark wechselnden Lichverhältnissen sowie beim Fliegen gegen die Sonne noch ein sehr gutes Bild. RunCam PZ0420M ohne Gehäuse oder RunCam SkyPlus mit Gehäuse.

Sender/Empfänger:
Großer Beliebtheit erfreut sich die FrSky Taranis X9D Plus, durch das offene Betriebssystem läßt sie sich besonders leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen und programmieren.

Als Empfänger eignet sich besonders der FrSky X4RSB, der über s.bus angeschlossen werden kann und bis zu 16 Kanälen bietet. Außerdem verfügt er über smartport Telemetrie, die direkt vom F3 Flight Controller zur Verfügung gestellt wird.

HD-Kamera:
Als Aufnahme-Kamera lassen sich diverse Kameras verwenden. Nicht mehr ganz up-to-date sind die Mobius oder die Runcam HD, da diese im Full HD Modus nur mit 30 FPS aufnehmen. Besser sind die Runcam 2 oder die Foxeer Legend 1. Durch die flache Bauart und die Aufnahme mit 60FPS bei Full-HD-Auflösung sind beide besonders gut für den FPV-Racer geeignet.

Gerne verwendet wird auch die Xiaomi Yi, die ähnliche Leistungsmerkmale aufweist, allerdings steht sie bauartbedingt etwas mehr „im Wind“.

Hier noch ein paar Bilder und ein Video vom fertigen „210er“.